2008
11.10

Eine einfache Türe
In diesem Artikel werde ich verschiedene Tipps zur Herstellung eines dynamischen Blocks beschreiben. Als Objekt in diesem Beitrag habe ich eine Türe ausgewählt. Türen sind als Versuchsobjekt recht interessant.

Überlegt euch doch mal welche Anforderungen eine Türe haben kann. Eigentlich, schon sehr viele: mit Attributen, ohne Attributen, links oder rechts gebandet, die Ausrichtung spielt eine Rolle, wo liegt der Einfügepunkt?, welcher Rahmen verwende ich?, etc…

Die erwähnten Anforderungen oder besser gesagt die veränderbare Eigenschaften des Objekts bilden bereits eine Verbindung zu den Parametern und Aktionen des Blocks. Aber mal langsam, zu diesem Thema später.

Zum Schluss werde ich eine .dwf Datei erstellen um einfach meinen dynamischen Block  in diesem speziellen Format zu betrachten.

Komplexität sparen

Das ist schnell erwähnt und hört sich gut an. Nun aber wie? Grundsätzlich rate ich Euch nicht zu viel von dynamischen Blöcken zu verlangen. Es ist weiser wenn man sich im Vorfeld  genau überlegt was der Block zu erledigen hat.

Sollte trotzdem ein komplexer Block entstehen, macht Euch vorher eine Liste der Aktionen und Parameter die in Frage kommen.Der Umgang mit den Parameter und Aktionen und die gesamte Blockbildung braucht vorher etwas Übung.

Nun erstelle ich den Block…

Als erstes brauche ich überhaupt einen statischen Block mit etwas Geometrie. Ich zeiche eine Türe mit zwei Zargen, die 70 cm im Licht breit ist. Ich erstelle aus dieser Geometrie einen Block und benenne ihn “AUGIde_Tuer_01″.

001Danach  öffne ich im Blockeditor den Block.

Parameter und Aktionen

Um die folgenden Erklärungen zu verstehen, sollte der Umgang mit dem Blockeditor und den Blockerstellungspaletten im Vorfeld geübt werden.
Jetzt geht es los mit der Dynamik…

Als erstes setzte ich den Basispunktparameter. Er ist in der Blockerstellungspalette, im Register Parameter zu finden.
Der Basispunkt wird unterhalb des Türblatts, an der fiktiven Wandecke gesetzt. Dies ermöglicht mir ein schnelles und präzises Einfügen des Blocks.

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Danach wird ein linearer Parameter gesetzt.

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Wichtig ist, dass der Startpunkt des Parameters beim Endpunkt des Türblatts abgesetzt wird und der Endpunkt beim Endpunkt des Bogens.Es gilt genau zu sein, sonst verhält sich der Block danach falsch.
Es erscheinen nun 2 Griffe. Ich brauche nur einen. Ich wähle den erzeugten Parameter aus, rufe die Eigenschaften auf und stelle im Bereich Sonstiges die folgende Einstellung ein:

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Nun verknüpfe ich die erste Aktion mit dem linearen Parameter. In der Palette Aktionen, wähle ich die Streckungsaktion, danach fragt mich die Befehlszeile nach einem Parameter. Ich wähle den linearen Parameter aus und bestätige den Parameterpunkt, Zweiter punkt (mit z). Der Zweiter Punkt entspricht dem einzigen sichtbaren Griff des linearen Parameters. Danach und gemäss Befehlszeile, erstelle ich den Streckungsrahmen wie folgt:

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Zuletzt wähle ich die notwendigen Objekte, nämlich nur die Zarge, sonst nichts anderes und platziere die Aktion an einem übersichtlichen Ort.

Ok, so weit so gut. Jetzt speichere ich den Block ab und teste die erzeugte Dynamik.Klar der Rahmen, unterhalb des Türbogens, kann nun mittels Griff beliebig in horizontaler Richtung bewegt werden.

Ich öffne den Block im Blockeditor wieder. Durch die Erstellung der folgenden Aktionen werden das Türblatt und der Bogen mit dem linearen Parameter verknüpft. In der Blockerstellungspalette auf die Skalierungsaktion klicken, den linearen Parameter auswählen, danach den Bogen, mit Enter bestätigen und die erzeugte Aktion absetzen. Wenn ich nun den linearen Parameter auswähle werden die verknüpften Aktionen, nämlich die Skalierung und die Streckungsaktion hervorgehoben:

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Wenn ich eine Aktion auswähle, werden die damit verknüpften Objekte hervorgehoben:

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Um das Türblatt einzubinden, klicke ich in der Blockerstellungspalette die Streckungsaktion an, wähle wieder den bestehenden linearen Parameter aus, bestätige den Zweiten Punkt (mit z), und erstelle den Streckungsrahmen wie im folgenden Bild:

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Danach wähle ich das Türblatt aus und bestätige die Auswahl mit Enter. In der Befehlszeile gebe ich  V ein (Versatz) , als Winkelversatz gebe ich den Wert  90 ein und bestätige schliesslich mit Enter. Wird der Winkelversatz nicht mit 90 bestimmt, verhält sich später das Türblatt  nicht korrekt.
Ich teste den Block wieder und stelle fest, dass momentan nur die Türbreite, das Türblatt und der Bogen dynamisch verändert werden. Die Wandbreite zu verändern wäre auch toll.
Um der Wandbreite Dynamik zu vergeben, gehe ich wie folgt vor:
Ich erstelle einen neuen linearen Parameter. Der Startpunkt liegt beim Basispunktparameter und der Zweiter Punkt bei der imaginären Flucht der Wand.

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Der Streckungsrahmen sieht wie folgt aus:

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Zu letzt um die Tür und Wandbreiten einzugrenzen, verändere ich im Fenster Eigenschaften den linearen Parameter wie folgt:

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Das Resultat ist:  Mein Block kann verschiedene vordefinierte Tür und Wandbreiten haben.

Der Block in einem DWF

Ich habe eine .dwf Datei erstellt. In diesem .dwf ist mein Block vorhanden. Ich habe mich gefragt ob vielleicht die Griffe des Blocks im .dwf zu sehen sind. Leider nein. Und das ist gut so, weil das Format dwf ist nicht dafür da, dass man nachträglich an einem dynamischen Block etwas verändern kann.
Weil ich vor der Erstellung des .dwfs den Block verändert habe, werden die dynamischen Blöcke im Bereich Modell wie folgt aufgelistet.

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Ich hoffe Ihr könnt die Tipps gut brauchen. Seid geduldig mit den dynamischen Blöcken, vor allem am Anfang. Ich finde diese Art von Blöcken sehr mächtig und zeitsparend. Bei Fragen zum Artikel meldet euch ruhig per Mail.

jdj-1@hispeed.ch

Vielen Dank!!

Jose De Jesus

AUGIde

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